Hund frisst Erde – Was fehlt ihm?

Dass viele Hunde fast alles fressen, was ihnen vor die Nase kommt, ist kein Geheimnis. Viele Hunde fressen dabei nicht nur Gras, sondern auch die Wurzeln oder begeistern sich an der Erde.

Die Ursachen dafür können ganz unterschiedlich sein. Viele Tiere haben einen Mangel an Mineralstoffen, bei anderen ist der Magen-Darm-Trakt aus dem Gleichgewicht geraten. Manchmal fressen Hunde auch nur aus Langeweile Erde, wenn sie zum Beispiel zu lange alleine gelassen werden – dann ist jedoch kein Grund zur Sorge vorhanden.

Warum fressen Hunde nicht nur ihr Futter?

Hund frisst Erde
Hund frisst Erde

Es gibt viele Hunde, die neben ihrem Futter auch mit Vorliebe andere Dinge fressen. Viele Hunde fressen regelmäßig Gras, sobald sie im Freien sind.

Dabei müssen es nicht immer nur die grünen Halme sein, denn einige Tieren suchen gezielt auf der Wiese nach Gras oder Kräutern, und fressen immer wieder von diesen Pflanzen.

Hochwertiges Hundefutter mit hohem Fleischanteil

striktes Verbot von Tiermehlen, Pflanzenmehlen, Konservierungsstoffen, Farbstoffen, Geschmacksverstärkern, Aromen und Zucker und sonstiger schädlicher Chemie.

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Oft ist zu beobachten, dass der Hund gerade zu dieser Zeit leichte Beschwerden wie Bauchweh, Magengeräusche, Blähungen oder Ähnliches hat. Dem natürlichen Instinkt folgend, versucht der Hund diese Beschwerden zu lindern. 

Daher fressen auch viele Hunde Gras, um sich anschließend zu übergeben und so den Magen zu leeren bzw. zu reinigen. In vielen Fällen liegt gerade beim Fressen von Gras eine Übersäuerung vor. Auch kann es vorkommen, dass der Hund Erde aus einem Blumentopf frisst.

Es bleibt aber nicht immer nur beim Gras, denn einige Hunde fressen auch die Wurzeln und die Erde. Sie reißen oder buddeln das Gras aus und machen sich mit Freude über das Wurzelwerk samt der Erde her.

In der Regel liegt auch dann an Mineralstoffmangel oder eine Störung in der Darmflora vor. Der Hund merkt instinktiv, dass etwas nicht mit ihm stimmt und versucht das wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Die Futterumstellung als Ursache 

Hunde, bei denen das Futter umgestellt wird, müssen sich erst an die neue Nahrung gewöhnen. Hat das Tier ein einfaches Futter bekommen und wird dieses nun auf ein hochwertiges Futter umgestellt, kann das Tier während dieser Zeit mit dem Fressen von Erde beginnen.

Dabei spielt der Darm eine wichtige Rolle, da dieser massiv von der Umstellung betroffen ist. Es müssen zahlreiche neue und hochwertigere Zutaten verdaut und verwertet werden, sodass die Mikroflora im Darm zu dieser Zeit schnell aus dem Gleichgewicht kommt. 

Den Mangel ausgleichen
War die einseitige Ernährung von langer Dauer, versucht der Hund nun den bereits entstandenen Mangel wieder auszugleichen, indem er Erde frisst. Leichter verständlich wird dieses Verhalten, wenn man es auf den Menschen bezieht.

Viele Menschen, die Probleme mit dem Magen, dem Darm oder der Verdauung haben, greifen einfach zur Heilerde. Der Hund versucht sich ebenfalls selbst zu helfen, und frisst die Erde im Garten oder auf der Wiese.

Unterschiede bei einem Mangel 

Erde ist nicht gleich Erde – und das scheint auch der Hund zu wissen. Oft ist zu beobachten, dass die Tiere immer wieder an der gleichen Stelle Erde fressen. Sie gehen also ganz gezielt zu einer besonderen Stelle und verschmähen Erde von anderen Stellen.

Auch hierbei spielt der natürliche Instinkt der Tiere eine wichtige Rolle. Hunde, die überwiegend sehr lehmige Erde fressen, sind sehr wahrscheinlich übersäuert.

Zudem hilft der lehmige Boden beim Binden von Giftstoffen. Frisst das Tier vorzugsweise Blumenerde, geht an die Komposterde oder macht sich über reichhaltigen Boden her, spielt die Verdauung eine wichtige Rolle. Vielen Tieren fehlt es an wichtigen Enzymen, welche die Verdauung steuern und regeln.

Trockene Erde

Wenn Welpen Erde fressen

Welpen sind klein, neugierig und verspielt. Die jungen Tiere erkunden und untersuchen ihre kleine Welt. Das tun sie nicht nur durch Schnüffeln, sondern nehmen auch mit Vorliebe alles ins Maul, was ihnen vor die Nase kommt.

Welpen sind neugierig
Zudem sind die neuen Gerüche sehr verlockend, sodass Welpen gerne einmal alles probieren möchten. Sie buddeln Gräser und Blumen aus, kauen darauf herum und fressen auch die gelockerte Erde. Vielleicht kriecht dort sogar ein Käfer oder ein Regenwurm, der ebenfalls erforscht werden möchte.

Daher liegt bei Welpen eigentlich kein Grund zur Besorgnis vor, wenn die Tiere hin und wieder etwas Erde fressen. Mit zunehmendem Alter und bei einer guten Ernährung sollte sich das Verhalten im Laufe der Zeit jedoch wieder verlieren.

Welpe

Das Fressen von Erde abgewöhnen 

Da der Hund dieses Verhalten durch seinen natürlichen Instinkt zeigt, ist es sehr schwer, ihm das Fressen von Erde abzugewöhnen. Es ist viel wichtiger, die genaue Ursache zu finden und diese dann zu beseitigen. Das kann durch eine Futterumstellung, verschieden Futterzusätze oder eine Magen-Darm-Reinigung geschehen, wenn der Organismus übersäuert ist.

Soll der Hund trotzdem keine Erde mehr fressen, dann muss er immer angeleint und jedes mal ermahnt oder abgelenkt werden, sobald er das Verhalten wieder zeigt. Das eigentliche Problem ist durch ein Verbot aber immer noch vorhanden und der Hund wird weiterhin den Drang verspüren, Erde fressen zu müssen.

Hochwertiges Futter gegen die Fresslust 

Liegt ein Mineralstoffmangel vor, dann kann dieser das Fressen von Erde begründen. In diesem Fall ist es wichtig, das einfache Futter durch ein hochwertiges Nahrungsmittel zu ersetzen.

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Mineralien und Vitamine
Hunde brauchen eine ausreichende Menge Fleisch im Futter. Das Fleisch liefert den Tieren wichtige Proteine, die zur Energiegewinnung benötigt werden. Zudem müssen Mineralien und Vitamine in ausreichender Menge vorhanden sein.

Am besten eignet sich ein gutes Nassfutter mit hohem Fleischanteil und ohne künstliche oder synthetische Stoffe. 

Das bisherige Futter wird Tag für Tag durch eine Menge neues Futter ersetzt, wodurch die gesunde und schonende Futterumstellung durchaus zwei Wochen betragen kann. Um ein Defizit auszugleichen, benötigt der tierische Organismus jedoch etwas mehr Zeit.

Mit speziellen Kräutern für Hunden kann ein Mineralstoffmangel etwas schneller ausgeglichen werden. Die Kräuter werden einfach dem Futter beigemischt und liefern gleichzeitig natürliche Vitamine.

Erde mit Pflanze

Einfache Nahrungsergänzungen für Hunde 

Im Handel gibt es verschiedene Nahrungsergänzungen für Hunde, die sich bei einer Übersäuerung oder einem Mineralstoffmangel eignen. Viele davon wirken sich positiv auf den Magen-Darm-Trakt aus und können gleichzeitig bei einer Darmsanierung helfen. Unter anderem können die folgenden Mittel die Symptome lindern und dem Hund helfen:

  • Heilerde 
  • Flohsamenschalen 
  • Moorliquid 

Heilerde ist eigentlich ein Produkt für den Menschen, kann aber auch dem Vierbeiner in schwierigen Situationen helfen. Heilerde (innerlich) ist ein extrem feines Pulver, das dem Hund einfach unter das Futter gemischt wird. Heilerde für Hunde erfreut sich somit großer Beliebtheit.

Sie ist hilfreich bei einer Übersäuerung und kann zudem Giftstoffe binden, sodass diese besser und schneller ausgeschieden werden können. Ein weiterer Vorteil ist, dass Heilerde reich an Kalium, Magnesium, Eisen, Kalzium und anderen Mineralstoffen ist. 

Flohsamenschalen als Geheimtipp
Flohsamenschalen sind ebenfalls eine reines Naturprodukt. Sie haben die Fähigkeit, viel Flüssigkeit binden zu können und helfen daher auch bei Durchfall sehr gut. Die gemahlenen Flohsamenschalen können Giftstoffe an sich binden und helfen dabei, diese schneller auszuscheiden.

Zudem legen sich Flohsamenschalen wie eine schützende Schicht auf die Magen- und Darmschleimhaut.

Moorliquid ist ein Nahrungsergänzungsmittel für Hunde und Katzen. Es hat eine positive Wirkung auf den Magen und den Darm der Tiere. Das Liquid kann dann die gesamte Magen-Darm-Tätigkeit regulieren und wirkt daher bei Verstopfung oder bei Durchfall.

Durchfall beim Hund ist sowohl für Tier als auch Halter sehr unangenehm. Zudem wird die Futterverwertung verbessert, wodurch der Hund die im Futter enthaltenen Nährstoffe besser auf nehmen und verwerten kann. Weiterhin hat das Moorliquid eine positive Wirkung auf die Blutbildung. 

Leckerlies für Hunde – Grasdrops 

Gras ist nicht nur grün und saftig, sondern liefert dem Hund auch wichtige Ballaststoffe, die gut für seine Verdauung sind. Viele Hunde erbrechen jedoch kurz nach dem Fressen von Gras wieder, was in der Wohnung sehr ärgerlich sein kann.

Wenn der Hund das Gras aber gerne mag, dann kann er als Alternative sogenannte Grasdrops, Graspellets oder Grascobs bekommen. Diese bestehen ausschließlich aus frischen Gras, das getrocknet und dann in Form gepresst wird.

So bekommt der Hund weiterhin sein Gras, wird sich danach aber nicht mehr übergeben müssen. Die Drops können einfach unter das Futter oder als Leckerli gegeben werden. 

Gras

Richtig füttern ist wichtig

Hat der Hund einen Mangel an Nährstoffen, kann es zu den genannten Symptomen kommen. Um einen Mangel wieder auszugleichen, muss das Tier ausreichend Vitamine und Mineralstoffe bekommen, denn nur so kann der Speicher wieder aufgefüllt werden. Der Organismus kann dabei kleinere Mengen schneller und besser verwerten, als große. Daher ist es ratsam, auch das Futter einzuteilen.

Wurde der Hund bisher nur einmal am Tag gefüttert, sollte diese Portion ab sofort in drei bis vier kleinere Mahlzeiten aufgeteilt werden. So bekommt der Organismus morgens, mittags und abends eine ausreichende Menge an Vitaminen und Mineralstoffen, die er gut transportieren und aufnehmen kann.

Die fehlenden Stoffe werden dem Körper durchgehend in regelmäßigen Abständen zugeführt, wodurch der Mangel langsam wieder beseitigt und die Speicher im Organismus gefüllt werden können. 

Husky

Andere Ursachen, wenn der Hund Erde frisst

Einige Hunde fressen nicht nur Gras oder Erde, sondern auch Sand, Holz, Papier usw. Auch hier können Fehler in der Ernährung, eine Stoffwechselstörung oder vielleicht sogar ein Wurmbefall infrage kommen. Hilfreich ist eine Kotuntersuchung, die der Tierarzt machen kann.

Alternativ können Hundebesitzer auch eine Kotprobe in ein anderes Labor schicken und dort untersuchen lassen. Hat das Tier Würmer, sollte es so schnell wie möglich behandelt werden und eine Wurmkur bekommen. Manchmal kann auch die Homöopathie gut helfen.

So zum Beispiel bei Mangelerscheinungen oder wenn es sich um eine Stoffwechselstörung handelt, die das Fressen von Erde auslöst. Die Homöopathie leistet auch gute Dienste, wenn der Hund Kot frisst. Die Tiere haben kein Ekelgefühl und versuchen auch dadurch einen Mangel auszugleichen. 

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