Inkontinenz beim Hund – Was hilft und gibt es Medikamente?

Inkontinenz, auch als Blasenschwäche bekannt, betrifft nicht nur ältere Tiere. Auch junge Hunde können darunter leiden. Die Ursachen für eine Blasenschwäche können unterschiedlich sein und lassen sich dem entsprechend behandeln.

Unterschieden wird dabei zwischen primärer und sekundärer Blasenschwäche. Zudem können gerade alte Hunde unter einer Blasenschwäche leiden. In der Regel müssen Hundehalter beim Seniorhund jedoch mit den Folgen leben und sich damit arrangieren. 

Inkontinenz – die Bedeutung einer Blasenschwäche

Leidet der Hund an Inkontinenz, dann kann er den Urin nicht mehr halten. Das führt dazu, dass das Tier sich ungewollt entleert. Dies kann bei einer Inkontinenz zu jeder Zeit und an jedem Ort passieren.

Daher ist es keine Seltenheit, dass das Tier plötzlich auch in die Wohnung uriniert. Viele Hundehalter sehen das zuerst als Unsauberkeit an.

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Damit hat die Blasenschwäche aber nichts zu tun. Der Hund verliert unbewusst und ohne Kontrolle den Urin, da er diesen nicht mehr halten kann. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Hund schläft, spielt oder in Bewegung ist. 

Bei einer leichten Inkontinenz können diese abgehenden Urinmengen relativ gering sein. Das Tier verliert dann nur wenige Tropfen. Ist die Blasenschwäche stark ausgeprägt, kann eine Urinpfütze das Ergebnis sein. Da die Hunde nichts für dieses Verhalten können, sollten Hundehalter nicht mit dem Tier schimpfen, sondern auch dann, wenn es ärgerlich ist, mit Verständnis reagieren. Die Menge ist also von der schwere der Erkrankung und deren Fortschritt abhängig. 

Hund nah

Die Ursachen einer Blasenschwäche 

Eine schwache Blase beim Hund kann verschieden Ursachen haben. Ist der Hund erkältet oder hat er sich eine Blasenentzündung zugezogen, kann es ebenfalls zum Harntröpfeln kommen. Dabei gehen ungewollt immer wieder einige Tropfen Harn ab. Durch eine richtige Behandlung der Blasenentzündung beim Hund heilt diese jedoch relativ schnell wieder aus, wodurch auch das ungewollte Harnlassen ein Ende hat.

Ältere Hunde eher betroffen
Auch das Alter spielt häufig eine Rolle. Im Laufe der Jahre lassen verschiedene Körperfunktionen des Hundes nach. Daher wird auch seine Blase schwächer. Nicht selten sind ältere Tiere von der Inkontinenz betroffen.

Die Blase ist mit einem Schließmuskel versehen. Dieser dichtet die Blase so zu sagen ab. Verliert der Blasenschließmuskel im Laufe der Jahre an Elastizität, dann kann es bei älteren Hunden schnell zur Inkontinenz kommen. Auch die Produktion von Hormonen bei Hundesenioren spielt häufig eine wichtige Rolle. 

Leider können auch verschiedene Krankheiten als Auslöser einer Inkontinenz infrage kommen. Dazu gehören unter anderem:

  • Blasensteine 
  • Blasenentzündung
  • Nierenerkrankungen
  • Nierenschädigungen
  • Nierenstörungen
  • Hormonstörungen
  • Tumore

Durchschnittlich sind Hündinnen häufiger betroffen. Sie haben im Vergleich zum Rüden einen wesentlich kürzeren Harnleiter. Auch nach einer Kastration kann es zur Inkontinenz kommen. Da sich durch die Kastration die Hormone der Hündin verändern, kann dadurch auch der Harnröhrenverschluss geschwächt werden.

Zu der primären Inkontinenz gehören alle Fälle, welche direkt mit der Blase oder den Harnorganen in Verbindung stehen. Sekundär sind die Blasenschwächen, welche durch verschiedene Krankheiten ausgelöst werden und dem entsprechend jeweils ein Begleitsymptom sind. 

Inkontinenz richtig behandeln 

Während der ungewollte Urinverlust bei einer Erkältung oder Blasenentzündung nach dem Abklingen der Krankheit wieder verschwindet, muss die Blasenschwäche in anderen Fällen behandelt werden.

Tritt die Inkontinenz bei einer kastrierten Hündin auf, gibt es spezielle Tabletten, die der Hund täglich nehmen muss. Bei sehr vielen behandelten Tieren verliert sich der ungewollte Urinverlust dadurch komplett, bei anderen Hündinnen verbessert er sich deutlich. 

Wie genau eine Blasenschwäche behandelt werden muss, ist von der Ursache abhängig. Wichtig ist hierbei auch die Ausprägung. Verlieren die Tiere nur wenige Tropfen Urin, lässt sich relativ gut mit der Blasenschwäche leben.

Liegt aber ein Tumor oder etwas Ähnliches vor, und ist der ungewollte Hanrverlust groß, kann unter Umständen nur eine Operation helfen. Daher ist es wichtig, immer einen Tierarzt zu konsultieren und den Hund richtig behandeln zu lassen.

Boxer

Wichtige Tipps für den Umgang mit betroffenen Hunden 

Inkontinente Hunde pinkeln nicht freiwillig in die Wohnung. Sie merken nicht, dass sie Harn verlieren und sollten daher auch nicht ausgeschimpft werden.

Es gibt auch Hunde, die merken dass sie müssen, den Harn dann aber kaum noch halten können, da die bereits beschriebene deutliche Schwäche vorliegt.

In diesem Fall ist es wichtig, den Hund so schnell wie möglich ins Freie zu bringen. Besteht die Möglichkeit einer Hundeklappe, dann kann das Tier tagsüber und auch nachts alleine nach draußen gehen. 

HundHilfreich kann auch eine Hundetoilette in der Wohnung sein. Ähnlich wie die Katze im Katzenklo, kann der Hund sich schnell auf seinem Hundeklo lösen.

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So bleibt der Teppich verschont, und der Hund kann sich in der Wohnung lösen. Wichtig ist, dass die Hundetoilette für das Tier schnell erreichbar ist und nachts in direkter Nähe zu seinem Schlafplatz steht.

Gerade ältere Hunde müssen sich öfter lösen. Daher sollten Hundesenioren auch mehrmals am Tag nach draußen. Mehrere kurze Spaziergänge am Tag sind dabei wesentlich besser geeignet, als zwei lange Runden. Hundehalter, die ihren Hund gut kennen, werden die Signale schnell deuten können. Bei Inkontinenz sollte man daher besser einmal zu viel, als einmal zu wenig mit dem Hund gehen.

Sauberkeit und Pflege bei Blasenschwäche

Gerade beim ungewollten Harnverlust ist Sauberkeit sehr wichtig. Das betrifft nicht nur die Umgebung, sondern auch die Pflege am Hund. Viele Tieren verlieren nachts Urin und wachen morgens in einem feuchten Hundebett auf. Hier helfen spezielle Inkontinenzauflagen aus dem Handel. Diese lassen keine Flüssigkeit durch und halten das Hundebett trocken.

Inkontinenzmatten für Hunde
Besonders praktisch sind Inkontinenzmatten für Hunde. Diese sind extrem saugfähig und lassen sich einfach in der Waschmaschine säubern. Sie sollten in mehrfacher Ausführung vorhanden sein, sodass sie entweder täglich oder bei Bedarf gewechselt werden können.

Auch die Haut des Tieres muss an den betreffenden Stellen richtig gesäubert und gepflegt werden. Hunde sind saubere Tiere, die einen ausgeprägten Geruchssinn haben. Kein Hund liegt gerne in seinem eigenen Urin und kein Hund möchte danach riechen.

Zudem kann der Urin die Haut und die Hautflora angreifen, sodass der Hund schnell wund werden kann. In diesem Fall kann sich die Haut entzünden und es kommt zu weiteren Symptomen.

Am besten ist es, die betroffenen Hautstellen mit Wasser und einem weichen Waschlappen zu reinigen. Reicht das nicht aus, kann ein Tropfen Babyshampoo als Zusatz verwendet werden. Danach wird die Haut mit einem weichen Handtuch abgetrocknet.

Hund draußen

Einfache Hilfsmittel bei Inkontinenz

Neben der Behandlung durch den Tierarzt können Hundehalter sich und dem Tier das Leben zuhause etwas erleichtern. Es gibt verschiedene Hilfsmittel, die gerade bei einer Blasenschwäche sehr gute Dienste leisten und auch die Nerven von Herrchen und Frauchen schonen können.

Hundeklappen

Hundeklappen funktionieren wie Katzenklappen. Sie werden direkt in die Tür oder das Mauerwerk gesetzt und führen von der Wohnung ins Freie. Jeder der einen Garten oder ein angrenzendes Grundstück hat, kann dem Hund so die Möglichkeit bieten, selbstständig und zu jeder Zeit ins Freie zu kommen. Wer jedoch zur Miete wohnt, sollte vorher die Erlaubnis des Vermieters einholen. 

Hundewindeln

Windeln für Hunde sind eine gute Alternative und sorgen gerade nachts für trockene Stunden. Verliert der Hund ungewollt Urin oder Kot, dann landet seine Hinterlassenschaft sicher in der Windel. Hundewindeln werden in verschiedenen Größen für Hündinnen und Rüden angeboten. Wichtig ist hierbei eine besonders gute Hautpflege der betroffenen Bereiche, da es sonst schnell wunde Hautstellen geben kann.

Alternative Behandlungsformen und Möglichkeiten  – Kürbiskerne gegen Inkontinenz beim Hund

Ähnlich wie Menschen, können auch Hunde im Alter unter einer schwachen Blase leiden. Während der Mensch dann in der Nacht ganz einfach auf die Toilette geht, hat der Hund leider keine Wahl.

Daher gibt es nicht nur für Menschen mit einer schwachen Blase, sondern auch für Hund verschiedene alternative Therapien, welche die Blase und deren Funktion stärken sollen. Hilfreich sind spezielle Wirkstoffe, wie zum Beispiel Kürbiskerne oder Kürbiskernpulver. Kürbiskerne sind ein klassisches Mittel und als Wirkstoff in vielen Fertigpräparaten enthalten. 

Natürliche Mittel gegen Inkontinenz beim Hund
In der Homöopathie gibt es zahlreiche Mittel, die bei Blasenschwäche eingesetzt werden. Bevor diese dem Hund verabreicht werden, muss jedoch die Ursache bekannt sein. Viele Hunde verlieren ungewollt Urin, wenn sie Angst haben oder stark aufgeregt sind.

Mit dem passenden Mittel können daher verschiedene Auslöser behandelt werden, sodass sich die Inkontinenz in vielen Fällen erfolgreich behandeln lässt. Zudem eignet sich Homöopathie sehr gut als ergänzende Behandlung und kann in den meisten Fällen auch mit Medikamenten vom Tierarzt kombiniert werden.

Sofa in Wohnung

Tipps für eine saubere Wohnung 

Bleibt die Inkontinenz dauerhaft, wie zum Beispiel beim alten Hund, dann sollte die Wohnung dem entsprechend umfunktioniert werden. Das macht es nicht nur dem Hundehalter, sondern auch dem Hund leichter.

Zudem lässt sich die Wohnung nicht nur besser, sondern auch einfacher sauber halten.

  • So weit wie möglich sollten Teppiche aus der Wohnung entfernt werden und durch einen wasserdichten Bodenbelag ersetzt werden. Gut geeignet ist ein Bodenbelag aus PVC. Dieser ist pflegeleicht, wasserdicht und in vielen Designs erhältlich. Auch kleine Läufer und Brücken sollten entfernt oder dort platziert werden, wo sich der Hund nicht entleeren kann. 
  • Je nach Größe der Wohnung sind mehrere Hundetoiletten hilfreich. So sollte das Tier in jedem Geschoss mindestens ein eigenes Hundeklo stehen haben. Für den absoluten Notfall eignet sich Zeitungspapier, dass schnell untergeschoben wird. Auch dieses sollte in jedem Zimmer griffbereit liegen.
  • Das richtige Putzmittel spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Es sollte hygienisch reinigen, Bakterien und Gerüche entfernen, darf aber keinen scharfen Zusätze haben. Gut geeignet sind biologische Allzweckreiniger mit einem natürlichen Zitronen- oder Orangenduft. 

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