Staupe beim Hund – Symptome, Ansteckung und Spätfolgen

Staupe ist eine Viruserkrankung, die seit vielen Hundert Jahren bekannt ist. Nicht nur Hunde, sondern auch Katzen können an der Staupe erkranken. Bevor es Schutzimpfungen für Hunde gab, war die Staupe der häufigste Grund für das Sterben der Tiere.

Daher sind Hunde, die nicht geimpft sind, besonders gefährdet – vor allem dann, wenn sie mit einem infizierten Tier in Kontakt kommen.Die Impfung bei Hunden und Katzen ist ein sicherer Schutz und sollte am besten in regelmäßigen Abständen wiederholt werden.

Staupe – eine gefährliche Viruserkrankung

Staupe beim Hund
Staupe beim Hund darf auf keinen Fall unterschätzt werden

Reden Mediziner und Tierärzte von Canine distemper, dann ist die Staupe gemeint. Dabei handelt es sich um eine Virusinfektion, die durch das CDV-Virus (Canine Distemper Virus) ausgelöst wird und hoch ansteckend ist.

Der französische Tierarzt Henri Joseph Carré hat die Staupe entdeckt, sodass die Virusinfektion auch als Carrésche Krankheit bezeichnet wird. 

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Das Staupe-Virus kann sich durch Kontakt zu erkrankten Tieren, oder über deren Kot, Urin und Nasenfluss übertragen.

Sind die Bedingungen gut, kann das Virus sogar außerhalb einige Tage überlegen. Daher kommen auch Hundekörbchen oder Decken als Überträger infrage. 

Hat sich der Hund mit Staupe infiziert, können sich verschiedene Symptome zeigen, die nicht bei jedem Tier gleich sind. In erster Linie sind jedoch der Magen-Darm-Trakt, die Lunge und das Nervensystem des Hundes betroffen.

Auch der Verlauf ist unterschiedlich, denn die Symptome können zusammen, nacheinander oder auch einzeln auftreten. Das Staupe-Virus ist mit dem Masern-Virus verwandt und kann nur symptomatisch behandelt werden.

Trotz bester medizinischer Versorgung verlaufen auch heute noch viele Staupeinfektionen tödlich. Eine Impfung ist daher die beste und sicherste Möglichkeit, um den Hund vor einer solchen Infektion zu schützen. 

Symptome bei Hundestaupe

WelpeHat sich der Hund mit Staupe infiziert, dann kommt es im ersten Schritt zu einer Vermehrung der Viren im Rachen.

Auch die Lymphknoten in den Bronchien sind davon betroffen. Danach wandern die Viren weiter zum Knochenmark und von dort aus ins Lymphgewebe.

Von dort aus gelangen sie in die Schleimhäute, sodass schließlich auch die Atemwege, der Verdauungstrakt und auch die Geschlechtsorgane sowie die Harnorgane betroffen sind.

Das Gewebe der Nerven wird ebenfalls infiziert, wobei einige Bereiche besonders stark betroffen sein können, sodass sich unter Umständen verschiedene Krankheitszeichen in einer unterschiedlich starken Ausprägung zeigen können. Doch wie macht sich Staupe bemerkbar?

Dazu gehören unter anderem die folgenden Symptome:

  • Hartballen: Auch als Hard pad disease bezeichnet, zeigen sich starke Verhornungen an den Ballen und der Nase 
  • Atemwege: Es kommt zu eitrigem Nasenausfluss, Absonderungen von klebrigem Sekret, Husten und eventuell Atemnot
  • Magen-Darm: Durchfall, Appetitmangel und Fressunlust, sowie Erbrechen 
  • Nerven und Gehirn: Zu den Symptomen gehören Lähmungen und Lähmungserscheinungen, aber auch epileptische Anfälle können von der Staupe ausgelöst werden

Da sich das Virus in einigen Bereichen besonders stark ausbreiten kann, lässt sich die Staupe in verschiedene Formen einteilen. 

Verschiedene Staupe-Formen beim Hund

Je nachdem, welcher Bereich von dem Virus besonders stark betroffen ist, kann die Staupe beim Hund in unterschiedliche Formen aufgeteilt werden. Dazu gehören unter anderem diese:

1. Respiratorische Form: Bei dieser Form der Staupe kommt es zu einem eitrigen Ausfluss an Augen und Nase. Begleitet wird diese Form von einer oft erschwerten Atmung, da die Nase des Hundes verklebt und verstopft. Im Folgenden kommt es zuerst zu einem trockenen Husten, der anschließend in feuchten Husten übergeht. Dabei kann der Hund auch einen eitrigen oder blutigen Auswurf bekommen. In vielen Fällen kommt es dann zur Lungenentzündung, an der viele betroffene Tiere sterben.

2. Gastrointerale Form: Hierbei zeigen sich in erster Linie Symptome wie Durchfall und Erbrechen beim Hund. Der Durchfall wird schnell wässrig, wodurch Gefahr besteht, dass die Tiere austrocknen. Diese Form ist für Welpen, Jungtiere oder bereits geschwächte Hunde besonders gefährlich, da es schnell zum Austrocknen kommen kann. 

3. Hartballen Form: Diese Form ist bei der Staupe eher selten, kommt vereinzelt aber auch vor. In der Regel zeigen sich zuerst mehr oder weniger starke Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, zu denen nach durchschnittlich zwei Wochen weitere Symptome wie stark verhornte Zehenballen und eine verhornte Nase des Hundes kommen.

Staupe diagnostizieren 

Hundebesitzer werden in der Regel schnell merken, wenn es dem Haustier nicht mehr gut geht. Da die Staupe aber nicht jedem bekannt ist, und die meisten Hunde dagegen geimpft sind, fällt der Verdacht nicht immer sofort auf diese Viruserkrankung.

Zeigen die Hunde aber einzelne oder mehrere Symptome, sollte unverzüglich ein Tierarzt aufgesucht werden. Zu den ersten und auffälligen Anzeichen gehören unter anderem:

  • hohes Fieber
  • Durchfall 
  • Erbrechen 
  • Nasen- und Augenausfluss 
  • Appetitmangel 

Um die Hundestaupe zu diagnostizieren, sollten dem Tierarzt die einzelnen Symptome am besten genau geschildert werden. Zudem hilft eine Blutuntersuchung bei der Diagnosestellung. Neben einer Blutuntersuchung kann auch ein sogenannter Abstrich der Schleimhäute genommen werden, durch den sich das Virus ebenfalls nachweisen lässt. 

Schäferhund

Spätfolgen durch Hundestaupe

Nicht immer kommt es zu Spätfolgen. Viele Hunde überstehen die Infektion, und erholen sich danach wieder komplett. Dennoch besteht die Gefahr von Spätfolgen. 

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Old Dog Encephalitis 

Dabei handelt es sich um eine fortschreitende Entzündung im Gehirn des Hundes. In diesen Fällen sucht sich das Staupe Virus das Gehirn als Rückzugsraum aus, und kann dort dauerhaft verweilen. Es kann zu verschiedenen neurologischen Symptomen kommen, die sich im Laufe der Zeit verschlimmern können. Ansteckend sind diese Hunde jedoch nicht, da die Viren nicht mehr ausgeschieden werden, sondern im Hirn verbleiben. 

Staupegebiss

Das sogenannte Staupegebiss zeigt sich bei Welpen, die schon vor dem Zahnwechsel mit dem Virus infiziert wurden. Zellen, die für die Bildung von Zahnschmelz verantwortlich sind, sterben durch die Staupe Infektion ab, wodurch es zu einer Fehlbildung im Zahnschmelz kommt. In der Folge ist das Gebiss des Hundes stark anfällig für verschiedene Infektionen. 

Hund liegt krank auf Boden

Staupe behandeln 

Staupe ist keine einfache Krankheit, sondern wird durch einen besonderen Virus ausgelöst. Dieser Staupe Virus kann nicht gezielt behandelt werden. Es gibt zwar Stoffe mit denen sich Viren hemmen lassen, allerdings kommen diese beim Staupe Virus nicht zur Anwendung.

Behandlung mit Antibiotika
Hunde, die an Staupe erkrankt sind, werden daher in der Regel mit Antibiotika behandelt. Dadurch lassen sich zum Beispiel Sekundärinfektionen beim Hund verhindern. Zudem kommen schleimlösende Mittel sowie Hustenstiller zum Einsatz, mit denen sich die Symptome gut lindern lassen.

Macht sich die Staupe überwiegend im Magen-Darm-Bereich bemerkbar, wird der Tierarzt gezielt Durchfallmittel verabreichen. Um einem Flüssigkeitsverlust vorzubeugen, und das Austrocknen des Hundes zu verhindern, helfen zusätzliche Flüssigkeitsgaben. Mit Sicherheit ist auch das Thema Heilerde beim Hund ein interessantes Thema.

Diese können als Tropf verabreicht werden oder als Elektrolytlösung, sofern der Hund noch selbstständig Flüssigkeit aufnimmt. Auch das Spritzen von einem Wasserdepot, direkt unter die Haut, kann das Austrocknen bei starkem Durchfall verhindern. 

Der Staupe vorbeugen

In der Regel kann sich jeder Hund mit der Staupe anstecken, wenn er nicht geimpft ist und mit einem infizierten Tier in Kontakt kommt. Dabei muss es sich aber nicht zwingend nur um einen Artgenossen handeln, denn auch andere Tiere können das Staupe Virus in sich tragen.

Hund neugierigNeben Hunden und Katzen können auch Füchse, Marder und Waschbären den Virus in sich tragen und ansteckend sein.

Hundehalter können der Staupe vorbeugen, indem der Hund geimpft wird. Da besonders junge Hunde oft an der Staupe sterben, sollten die Tiere so früh wie möglich geimpft werden.

Hunde sollten spätestens mit Beginn der 8. Lebenswoche beim Tierarzt vorgestellt und geimpft werden. Bei der Impfung in diesem Alter wird in der Regel ein Kombinationsmittel zum Impfen verwendet, welches den Hund nicht nur vor der Staupe, sondern auch vor Hepatitis und Parvovirose schützt.

Da es sich bei dieser ersten Impfung um eine sogenannte Grundimmunisierung handelt, wird diese in der Regel nach vier Wochen noch einmal wiederholt. Erwachsene Hunde sollten danach in einem regelmäßigen Abstand von drei Jahren immer wieder geimpft werden. Nur so ist es möglich, einen sicheren und durchgehenden Schutz für das Tier vor der Staupe zu bekommen. 

Pflege des Hundes zuhause 

Nicht jeder Hund, der an der Staupe erkrankt, muss stationär in der Tierklinik aufgenommen werden. Ist der Zustand des Tieres stabil und hat der Tierarzt die nötigen Medikamente verabreicht oder dem Tierbesitzer gegeben, kann der Hund auch zuhause gepflegt werden. Die Tiere fühlen sich in der bekannten Umgebung wesentlich wohler, wodurch der Genesungsprozess positiv beeinflusst werden kann. 

Wärme kann helfen
Hunde sollten bei Staupe stets im Warmen liegen. Ein kalter Boden als Liegeplatz ist daher nicht geeignet. Am besten eignet sich eine warme Decke oder ein ausreichend großes Kissen, auf das sich der Hund legen kann.

Durch den Tränenfluss oder das Verkleben der Augen sind einige Tiere lichtempfindlich. Es kann helfen, den Hund in einem abgedunkelten Raum zur Ruhe kommen zu lassen. 

Falls das Tier nicht von alleine ausreichend trinkt, kann ihm frisches Wasser oder eine Elektrolytlösung vom Tierarzt, mithilfe eines Teelöffels seitlich ins Maul gegeben werden. Dieses muss so oft am Tag (notfalls auch in der Nacht) gemacht werden, bis das Tier die benötigte Flüssigkeitsmenge aufgenommen hat. 

WindhundDa es auch zu Husten und damit verbunden zu Halsschmerzen kommt, eignet sich ein hochwertiges Nassfutter, am besten. Hilfreich sind oft fünf bis sechs (bei Bedarf auch mehr) kleine Portionen.

Nassfutter hat zudem den Vorteil, dass sich ebenfalls etwas Flüssigkeit darunter mischen lässt. Verweigert der Hund das Futter, kann er auch mit gekochtem Ei, Kartoffelbrei und Ähnlichem versorgt werden. Somit sollte Schonkost für den Hund immer eine Überlegung wert sein.

Da Augen und Nase während der Infektion oft stark verkleben können, müssen diese unter Umständen mehrmals täglich gesäubert werden. Dazu eignen sich weiche Tücher, die in warmes Wasser oder spezielles Augenwasser getaucht werden.

Die Krusten werden so aufgeweicht und können schließlich vorsichtig weggewischt werden. Gerade die Nase trocknet schnell aus, wodurch es zu feinen Rissen kommt, die ebenfalls schmerzhaft sind.

Nach dem Säubern mit einer warmen und milden Flüssigkeit sollte etwas handelsübliche Augen- und Nasensalbe aufgetragen und leicht eingerieben werden. 

Staupe – wenn die Behandlung nicht anschlägt 

Staupe ist eine schlimme Viruserkrankung, bei der immer nur die Symptome behandelt werden können. Husten, Durchfall, Fieber und Übelkeit lassen sich dabei mit verschiedenen Mitteln behandeln.

Neurologische Störungen
Da die Viren aber auch das Gehirn des Hundes angreifen können, kommt es bei vielen Hunde zu Schädigungen und zu neurologischen Störungen.

Ist das Nervensystem bereits angegriffen oder zu stark geschädigt, kommt es in der Folge zu verschiedenen Störungen:

  • Bewegungsstörungen 
  • Krampfanfälle
  • Beeinträchtigung der Sehkraft 
  • vermindertes Hörvermögen 
  • eingeschränkter Geruchssinn

Treten eines oder mehrere dieser Symptome in einem relativ großen Ausmaß auf, wird der Tierarzt sehr wahrscheinlich zum Einschläfern des Hundes raten. Daher ist es wichtig, denn Hund von Beginn an vor dieser Infektion zu schützen.

Mit einem kleinen Pieks, der eine große Wirkung hat, ist der Hund ausreichend geschützt und kann sich auch bei einem erkrankten Tier nicht mit der Staupe anstecken. 

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