Räude beim Hund – Die unangenehmen Räudemilben und Hausmittel dagegen

Räude ist eine Krankheit, die beim Hund durch Grab- bzw. Krätzemilben ausgelöst wird. Diese Milben werden auch als Sarcoptes scabei bezeichnet, weshalb diese Krankheit auch als Sarcoptes Räude bekannt ist. Beim Verdacht auf Räudemilben muss der Hund sofort behandelt werden. 

Was sind Räudemilben?

Räude beim Hund
Räude beim Hund ist sehr unangenehm

Im Vergleich zu anderen Milben, wie Grasmilben beim Hund oder Schädlingen, die auf der Haut bzw. im Fell des Hundes leben, dringen Krätzemilben in die Haut vor.

Da sich die Schädlinge regelrecht in die Haut eingraben, werden sie auch als Grabmilbe bezeichnet.

Sie dringen in die oberste Hautschicht, die gleichzeitig auch eine wichtige Schutzhülle ist, ein und legen dort auch ihre Eier ab.

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Männchen werden durchschnittlich ca. 0,205–0,285 mm groß, Weibchen bis zu 0,5 mm. Nach der Begattung, die an der Hautoberfläche stattfindet, sterben die männlichen Schädlinge ab, während sich die Weibchen in die Haut des Hundes eingraben, um dort ihre ca. 0,16–0,19 × 0,084–0,103 mm großen Eier abzulegen.

Nach wenigen Tagen schlüpfen aus den Eiern kleine Larven. Die häuten sich im nächsten Stadium und entwickeln sich dann schließlich zu ausgewachsenen Grabmilben.

Räude beim Hund erkennen

Räude ist eine schwere Krankheit, bei der der Hund oft starke Schmerzen hat. Der Hund hat einen starken Juckreiz, im Fell bilden sich kahle Stellen und es kommt im ersten Schritt zur Bildung von Hundeschuppen auf der Haut.

Gerötete Haut
Es zeigen sich gerötete Knötchen oder Pusteln, die überwiegend an den Ohrmuscheln, den Augen, an den Ellenbogen und Sprunggelenken, aber auch am Bauch zu erkennen sind. Danach beginnt sich die Haut deutlich zu röten und der Juckreiz nimmt zu, da die winzig kleinen Parasiten beim Durchbohren der Haut ein Sekret abgeben, welches beim Hund einen schlimmen Juckreiz auslöst.

Da sich die Hunde durch Kratzen oder Beißen an den betroffenen Stellen Linderung verschaffen wollen, kommt es schließlich zu weiteren Verletzungen der Haut. Auch ein kreisrunder Haarausfall – zu Beginn oft an nur einer Stelle im Fell – kann ein Anzeichen auf Räude sein. 

Räude beim Hund behandeln 

Besteht auch nur der geringste Verdacht auf einen Befall mit Grabmilben, sollten Hundebesitzer nicht zögern, und das Tier einem Tierarzt vorstellen.

Denn neben der Bekämpfung der Grabmilben müssen auch die weiteren Folgen, wie zum Beispiel Hautentzündungen, behandelt werden, da es ohne Behandlung immer wieder zu neuen Infektionen kommen kann. Zudem kann der Hund ansteckend sein und die Krätzemilben auf andere Artgenossen oder Katzen übertragen. 

Nachdem der Tierarzt den Hund untersucht und Räude festgestellt hat, wird der dem Tier ein passendes Milbenmittel verschreiben. In der Regel handelt es sich dabei um spezielle Shampoos oder Tinkturen.

Milben lösen Räude aus
Milben lösen Räude aus

Falls es bereits zu Hautentzündungen oder Infektionen gekommen ist, kann der Hund zusätzlich mit Antibiotika behandelt werden. Gegen die Grabmilbe gibt es verschiedene Medikamente, die auch in Form von Spot On oder als Kautablette beim Tierarzt erhältlich sind.

In einzelnen Fällen können diese auch mit anderen Mitteln, die eigentlich der Zecken- und Flohbekämpfung dienen, kombiniert werden. Hier ist auch sicherlich das Thema Zeckenmittel für den Hund spannend.

Wichtig ist dabei allerdings der Wirkstoff in den entsprechenden Mitteln. Diese haben den Vorteil, dass der oft extrem starke Juckreiz schon nach zwei bis drei Tagen deutlich nachlässt. 

Ansteckungsgefahr für Menschen 

Bei vielen Krankheiten oder Parasiten stellt sich bei den Hundebesitzern oft die Frage, ob man sich bei dem Haustier damit anstecken kann. Hat der Hund zum Beispiel Flöhe, dann spüren die meisten Hundebesitzer selber einen Juckreiz und vermuten Flöhe bei sich, sobald die Diagnose bekannt ist.

Gefährliche Ansteckungsgefahr
Hat der Hund Räude, dann kann er Artgenossen sehr schnell damit anstecken, denn die winzig kleinen Milben werden auch mit der Luft transportiert. Dem entsprechend können Grabmilben natürlich auch auf dem Menschen laden, zumal sich ein Kontakt mit dem eigenen Haustier nicht vermeiden lässt.

Ist das der Fall, dann zeigen sich kurzfristige Symptome wie Papeln oder Juckreiz. Da sich die Grabmilben in und auf der menschlichen Haut aber nicht wohlfühlen, verschwinden sie von selbst nach kurzer Zeit, sodass dann von der Pseudo-Krätze die Rede ist. Diese muss nicht behandelt werden, kann aber mit Juckreiz lindernden Cremes und Salben gelindert werden. 

Vorbeugende Maßnahmen gegen Räude

Es gibt keine speziellen Mittel oder Maßnahmen, mit dem sich die Räude komplett verhindern lässt. Es ist aber durchaus möglich, einen Befall zu verringern und im gewissen Umfang zu verhindern, dass sich die Milben auf dem Hund niederlassen. Dennoch suchen viele Personen explizit nach einem Hausmittel gegen Räude.

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Floh- und Zeckenmittel kann helfen
Wie bereits beschrieben, lassen sich Grabmilben in einzelnen Fällen auch mit Floh- und Zeckenmitteln bekämpfen.

Hunde, die immer einen ausreichenden Schutz gegen diese Parasiten haben, werden in der Regel seltener oder gar nicht von Grabmilben befallen. Daher kann als vorbeugende Maßnahme gegen Grabmilben schon eine gute Zecken- und Floh-Prophylaxe helfen. 

Zudem ist es wichtig, auf eine gute Pflege des Hundes zu achten. Dazu gehört neben einem sauberen und gesunden Fell auch eine ausreichend mit Feuchtigkeit versorgte Haut. Im Bezug auf Haut und Fell spielt die Ernährung eine extrem wichtige Rolle.

Hunde sind Alles- bzw. Fleischfresser und benötigen daher hochwertige Proteine in Form einer fleischigen Mahlzeit.

Hunde, die ein gutes und starkes Immunsystem haben können die Räude wesentlich besser überstehen und sind davon seltener betroffen. 

Gibt es Hausmittel gegen die Sarcoptes-Räude?

Hund kratzt sichIst der Befall nur gering und wurde schnell genug entdeckt, lassen sich Grabmilben im Anfangsstadium manchmal auch mit Hausmitteln bekämpfen. Die sarcoptes Milben beim Hund sind auf jeden Fall sehr unschön.

Natürlich kann auch diese Form der Behandlung mit dem Tierarzt oder dem Tierheilpraktiker abgesprochen werden.

Wasserstoffperoxid und Borax: Aus beiden Mitteln kann eine wässrige Lösung gemischt werden, die sich mithilfe einer Pumpsprühflasche auf die betroffenen Hautstellen auftragen lässt. Dazu wird ein halber Liter Wasser mit einem Esslöffel voll Borax und drei Tropfen Wasserstoffperoxid gemischt. 

Apfelessig: Der Essig hat eine antibakterielle Wirkung und kann daher auch bei Grabmilben hilfreich sein. Um eine Lösung zum Auftragen auf die Haut und zum Abwaschen betroffener Hautstellen zu mischen, wird eine Tasse Apfelessig mit einer Tasse Wasser vermischt. 

Honig: Honig besitzt viele gesunde Inhaltsstoffe. Zudem hat Honig eine wundheilende und antimikrobielle Wirkung. Honig eignet sich ideal, um damit die betroffenen Stellen an den Ohren einzureiben, da er sich gut auftragen lässt und optimal haftet. Er pflegt die Haut und kann auch Krusten aufweichen. Zudem ersticken Milben unter einer etwas dickeren Schicht aus Honig. 

Olivenöl: Das Öl hat eine relativ dicke Konsistenz und besitzt pflegende Stoffe, die der strapazierten Haut gut tun. Das Öl kann mit den Fingern dünn aufgetragen werden. Dabei pflegt und beruhigt es nicht nur die Haut, sondern kann auch Verkrustungen lösen. 

Welpen

Neem im Kampf gegen Grabmilben 

Neem ist auch als Niem bekannt und wird vom Niembaum gewonnen. Es wird im Handel als Niemöl angeboten, und ist zudem in vielen Floh- und Zeckenmitteln als Wirkstoff enthalten.

Im Kampf gegen die Grabmilben eignet es sich in seiner puren Form, da es sich sehr leicht anwenden und je nach Bedarf verdünnen lässt. Neemöl ist in den Apotheken und in vielen Zoogeschäften erhältlich. 

Neem wirkt nicht nur gegen Zecken, Flöhe und Läuse, sondern kann auch den gefürchteten Grabmilben bei Vierbeinern den Kampf ansagen. Im Vergleich zu Parasiten die auf der Haut leben, dauert die Behandlung bei Grabmilben länger, da diese in der Haut leben.

Um eine fertige Lösung aus Neemöl herzustellen, sind die folgenden Arbeitsschritte nötig: 

  1. Wasser in einem Topf erhitzen
  2. Die Flasche mit dem Neemöl in das Wasserbad legen
  3. Ist das Öl flüssig – herausnehmen
  4. Nun werden drei Teile Wasser mit einem Teil Öl gemischt 
  5. Die Lösung in eine kleine Sprühflasche füllen 

In den ersten 20 Tagen der Behandlung muss diese Lösung einmal am Tag aufgetragen werden. In den folgenden 14 Tagen wird die Lösung nur noch jeden dritten Tag aufgetragen. Insgesamt kann die Behandlungszeit mit Neemöl bis zu drei Monate dauern. 

Der richtige Umgang mit einem befallenen Hund

Räude ist eine Krankheit, die dem Hund schwer zusetzt und ihn stark beeinträchtigen kann. Viele Hunde werden extrem nervös, da durch den Juckreiz auch der Tag-Nacht-Rhythmus komplett gestört werden kann.

Deswegen ist es wichtig, auf den Hund einzugehen und sich – soweit wie es möglich ist – auf die Bedürfnisse des kranken Hundes einzulassen. 

  • Damit der Hund andere Artgenossen beim täglichen Spaziergang nicht anstecken kann, sollten am besten solche Wege gewählt werden, die man mit dem Hund alleine gehen kann. Oft hilft es auch, die Zeiten mit anderen Hundebesitzern abzusprechen. Leben mehrere Hunde in einem Haushalt, sollten alle Tiere gegen die Räude behandelt werden, da sich diese schnell auf ein anderes Tier überträgt. 
  • Beim Auftragen von Salben, Cremes oder Ähnlichem sollten Einweghandschuhe getragen werden. Diese verhindern den direkten Kontakt mit den Grabmilben, sodass diese nicht über die Hand übertragen werden kann. 
  • Hundedecken, Hundekissen und andere waschbare Artikel des Vierbeiners sollten jeden Tag gründlich im Freien ausgeschüttelt werden. Einmal wöchentlich sollten textile Gegenstände in der Waschmaschine bei der maximal möglichen Temperatur gewaschen werden. Hilfreich bei der Hygiene für die Umgebung ist ebenfalls ein Spray aus Niemöl, da sich dieses auch für die Umgebung eignet, sodass Hundedecke und andere Basics damit eingesprüht werden können. 
  • Das regelmäßige Reinigen der Wohnung ist ebenfalls wichtig. Kratzt oder schüttelt sich der Hund, fallen dabei kleine Hautkrusten ab, die sich in der Wohnung verteilen. In der Regel befinden sich an diesen Krusten ebenfalls Grabmilben, die so quer durch die Wohnung transportiert werden. Tägliches Staubsaugen und das anschließende Putzen mit einem Hygienereiniger halten die Umgebung sauber. Zudem sollte der Hund weder auf dem Bett von Herrchen oder Frauchen, noch auf anderen Polstern liegen, solange die Grabmilben nicht komplett bekämpft wurden. 

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