Zahnwechsel beim Hund/Welpen

Hunde kommen, ähnlich wie wir Menschen, ohne Zähne zur Welt. Im Kiefer sind die Zähne zwar schon vorhanden und angelegt, brechen aber erst ab einem gewissen Alter durch. Fast so wie Babys, können auch Hundewelpen beim Zahnen Schmerzen bekommen. Als Hundehalter ist es daher wichtig, sich gut mit dem Thema Zahnwechsel beim Hund zu befassen, damit das unter Umständen veränderte Verhalten während dieser Zeit richtig gedeutet werden kann.

Spätestens dann, wenn man dem gähnenden Welpen ins Maul guckt, und dabei wörtlich genommen nur ins Leere schaut, ist der Hund bereits mitten im Zahnwechsel. Natürlich helfen auch ein paar zusätzliche Streicheleinheiten und etwas Ablenkung, wenn der Hund nach und nach seine Milchzähne verliert. 

Die Milchzähne beim Hund – Wann verliert ein Hund die Milchzähne?

Zahnwechsel beim Hund
Ein Zahnwechsel beim Hund kann zu eventuellen Problemen führen

Schon lange vor der Geburt entwickeln sich die Zähne bei Hunden. Welpen werden aber immer zahnlos geboren, da die kleinen Milchzähne noch nicht durchgekommen sind. Gerade bei der Zahnung von Welpen sind Hundebesitzer besorgt, obwohl es sich hierbei um eine normale Entwicklung handelt.

Das passiert erst, wenn die Welpen ein durchschnittliches Alter von drei Wochen erreicht haben. In der Regel brechen die Milchzähne ab der dritten Lebenswoche durch.

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Dabei kommen die Zähne nicht alle auf einmal, sondern nach und nach zum Vorschein. Ist das Milchgebiss komplett, haben Welpen insgesamt 28 Zähne: 

  • 6 Schneidezähne oben und unten 
  • 2 Fangzähne oben und unten 
  • 6 Backenzähne oben und unten 

Genau wie beim Menschen, behält der Hund die Milchzähne nicht, sondern es kommt noch einmal zum Zahnwechsel. Im Vergleich zu den dann bleibenden Zähnen sind die Milchzähne wesentlich kleiner und spitzer. Milchzähne beim Hund besitzen wie auch die bleibenden Zähne, allesamt Zahnwurzeln. 

Vom Milchgebiss zum bleibenden Gebiss – Wann verliert ein Hund seine Milchzähne?

Unter jedem Milchzahn befindet sich ein sogenannter Zahnkeim des jeweils bleibenden Zahns. Sobald dieser Zahnkeim wächst, übt er einen Druck auf die Spitze der Milchzahnwurzel aus. Dadurch stirbt die Milchzahnwurzel schließlich vollkommen ab und der Milchzahn fällt aus.

Im Durchschnitt beginnt der zweite Zahnwechsel bei Hunden im Alter von 16 Wochen. Größere Hunderassen wechseln die Zähen schneller als kleinere, sodass des Zahnwechsel vom vierten bis zum siebten Lebensmonat dauern kann. Anders als beim Milchgebiss besteht das neue Gebiss des Hundes nicht nur aus 28 Zähnen, sondern aus insgesamt 42 Zähnen.

Dabei befinden sich im Oberkiefer: 

  • 12 Backenzähne, 2 Fangzähne und 6 Schneidzähne

Im Unterkiefer befinden sich:

  • 14 Backenzähne, 2 Fangzähne und 6 Schneidezähne

Durchbruchzeit der Zähne 

Natürlich wechselt der Hund die Zähne nicht über Nacht. Es dauert unterschiedlich lange, bis diese alle vollständig durchgebrochen sind. Schneidezähne und Fangzähne brauchen dafür zwischen drei und sechs Wochen.

Bei den vorderen Backenzähnen kann es bis zu sechs Wochen dauern, bis diese vollkommen durchgekommen sind. Im Milchgebiss beim Hund sind die hinteren Backenzähne, die auch Molaren genannt werden, nicht angelegt. Wenn Hunde zahnen, kann das für alle Beteiligten eine stressige Zeit werden.

Jack Russel

Welche Aufgaben haben Hundezähne?

Anders als der Mensch, kann der Hund seine Nahrung nicht mit dem Messer zerkleinern. Dadurch wird schnell deutlich, dass die Zähne unterschiedliche Aufgaben haben, die nicht nur dem Fangen, sondern auch dem Festhalten und dem Zerkleinern der Nahrung dienen. 

Fangzähne: Mit den Fangzähnen kann der Hund in der freien Natur seine Beute optimal greifen und auch festhalten. 

Vordere Backenzähne: Durch die  vorderen Backenzähnen, die wesentlich kleiner sind, wird eine kleine Lücke gebildet, die ebenfalls zum Festhalten genutzt wird. 

Große Backenzähne: Mit den großen Backenzähnen kann der Hund seine Nahrung optimal zerkleinern. Sie sitzen im Ober- und Unterkiefer und eignen sich auch zum Zerschneiden von Nahrung und/oder Fleisch.

Hintere Backenzähnen: Mit den hinteren Backenzähnen können Hunde harte Futtermittel, wie zum Beispiel Knochen, zerkleinern. 

Schneidezähne: Die kleinen Schneidezähne im Ober- und Unterkiefer nutzt der Hund, um damit zum Beispiel das Fleisch von einem Knochen abzukauen und abzuschaben. 

Wie sieht ein  Hundegebiss aus?

Hund zeigt ZähneDamit der Hund seine Zähne optimal nutzen kann, muss der Kiefer richtig schließen. Dazu ist auch eine korrekte Zahnstellung nötig. Die unteren Schneidezähne berühren im Inneren die oberen Schneidezähne.

Die Eckzähne im Unterkiefer sollten genau in die Lücke zwischen Eckzahn und Schneidezahn im Oberkiefer passen.

Die ersten drei Backenzähne im Ober- und Unterkiefer bekommen keinen direkten Kontakt, während die folgenden Backenzähne Kontakt haben. So aufgebaut, kann der Hund seine Zähne wie eine Schere benutzen und sich die Nahrung damit optimal zerkleinern. 

Probleme beim Zahnwechsel 

Wenn der Hund im Zahnwechsel ist, muss es nicht zwangsläufig zu Problemen kommen. Viele Hundehalter bemerken den Zahnwechsel nicht einmal, da ausgefallene Milchzähne oft mit dem Fressen herunter geschluckt und dann wieder ausgeschieden werden.

In manchen Fällen lässt sich ein kleiner Zahn auf dem Teppich, an dem Schlafplatz oder auch zwischen dem Spielzeug finden. Bei einigen Hunden kann sich aber das Verhalten ändern, wenn die Milchzähne weichen und die bleibenden Zähne langsam durchbrechen. 

Zahnschmerzen und Fieber
Wechselt der Hund sein Gebiss, dann kann es zu Zahnschmerzen, Fieber, Erbrechen oder auch Durchfall kommen. Der Welpe ähnelt in diesem Verhalten einem Kleinkind, das ähnliche Symptome zeigen kann. Hat der Hund keine direkten Beschwerden, dann kann es zu einem anderen Verhalten kommen.

Fieber beim Zahnwechsel vom Milchgebiss zu den bleibenden Zähnen bereitet vielen Hundebesitzerinnen und Hundebesitzern Sorge.

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Viele Tiere haben beim Zahnwechsel den besonderen Drang zu Kauen und Beißen. Sie machen sich vorzugsweise an harten Gegenständen zu schaffen oder kauen auch gerne einmal auf den Hausschuhen von Herrchen oder Frauchen herum. Beim Kraulen oder Spielen versuchen die Tiere öfters in die Finger zu beißen. 

Beim Zahnwechsel ist es normal, dass der Hund während dieser Zeit aus dem Maul riecht. Dieser Geruch entsteht unter anderem durch die kleinen Wunden im Kiefer, die beim Wechsel vom Milchzahn auf den bleibenden Zahn entstehen. Viele Tiere riechen durch diese minimalen Blutungen metallisch aus dem Maul.

Riecht der Hund sehr streng und unangenehm, sodass man am liebsten den Kopf wegdrehen möchte, kann das an einer Vereiterung liegen. Zu einer Vereiterung kann es kommen, wenn ein Milchzahn abgebrochen ist, oder wenn der bleibende Zahn schon wächst, obwohl der Milchzahn noch im Kiefer sitzt.

Welpen Zahnwechsel erleichtern

Während einige Hunde den Zahnwechsel ohne Probleme und Beschwerden wegstecken, können andere Hunde während dieser Zeit oftmals richtig leiden. Es gibt verschiedene Mittel und Möglichkeiten, mit denen Hundehaltern ihrem Vierbeiner diese Zeit erleichtern können. Für Ruhe kann unter Umständen eine Hundehöhle sorgen.

Hilfreich sind verschiedene Mittel für Babys und Kleinkinder, die speziell beim Zahnen zur Anwendung kommen. Diese sind oft mit pflanzlichen Wirkstoffen und können dem Hund in Form von Globuli oder einem Gel verabreicht werden. Globuli gibt man einfach unter die Zunge des Hundes, während sich ein Gel direkt zum Auftragen auf das Zahnfleisch eignet. 

Hilfreich können auch Kauartikel für Hunde sein, die das Tier zu dieser Zeit nutzen kann. Diese sollten dem Hund spätestens dann zur Verfügung gestellt werden, wenn bereits Schuhe oder Möbel angeknabbert wurden.

Auch ein Tennisball, der in einem Baumwollstrumpf versteckt wird, kann das Zahnen erleichtern. Auf Zerrspiele sollte aber lieber verzichtet werden, da die Milchzähne sonst zu früh abgehen können oder der Hund Schmerzen bekommt. 

Kann der Hund sein Trockenfutter durch den Zahnwechsel nicht wie gewohnt fressen, dann kann dieses eine halbe Stunde vorher mit Wasser eingeweicht werden. Alternativ lässt sich die Zeit auch mit einem hochwertigen Nassfutter überbrücken.

Fehlstellungen nach dem Zahnwechsel 

Gebiss HundAuch bei Hunden kann es zu einer Fehlstellung der Zähne kommen. Ist diese nicht gravierend, kann der Hund ohne Schwierigkeiten damit alt werden. Sind die Fehlstellungen stark ausgeprägt, ist auch bei Hunden eine Korrektur der Zahnstellung möglich, sodass er nach dem Richten seine Zähne wie beschrieben nutzen kann.

Oft reicht es aus, wenn betroffene Zähen gekürzt werden, falls diese das richtige Schließen des Kiefers verhindern. In anderen Fällen können auch kieferorthopädische Maßnahmen dem Hund zu einem schönen Gebiss verhelfen. 

Stehen die Eckzähne im Ober- oder Unterkiefer schief, lassen sich diese oft mit sogenannten Gummizügen wieder in die richtige Position bringen, Dazu wird ein kleiner Metallknopf an einem geeigneten Zahn angebracht, und an diesem schließlich das Gummiband befestigt, welches den schiefen Zahn durch Zug wieder in die richtige Position rückt.

Stehen die Eckzähne im Unterkiefer zu weit nach innen, lässt sich dieser Fehler bei manchen Hunde mit einer sogenannten Kunststoffgleitbahn richten. 

Zahnpflege bei Hunden 

Zahnpflege beim Hund mit KauartikelnHunde können sich ihre Zähne nicht selber pflegen. Daher ist es sinnvoll, schon den kleinen Welpen an die regelmäßige Zahnpflege zu gewöhnen.

Dazu bietet der Handel spezielle Zahncremes und Bürsten für Hunde an.

Auch ein pflegendes Zahnfleischgel, welches nach dem Putzen der Zähne auf das Zahnfleisch aufgetragen wird, fördert ein gesundes Gebiss und eine ausreichende Mundhygiene beim Hund. In der Regel reicht es aus, wenn einmal wöchentlich zu der Hundezahnbürste gegriffen wird. 

Auf eine natürliche Art kann der Hund seine Zähne selber pflegen, wenn ihm ausreichend Kauartikel angeboten werden. Neben Kauknochen und Kaustreifen gibt es auch spezielle Kauprodukte für die Zahnpflege. Diese Kauartikel besitzen pflegende Stoffe und haben eine besondere Form, sodass beim Kauen Zahnbelag und Futterreste gut entfernt werden können. 

Zahnausfall beim alten Hund

Anders als beim Menschen können dem Hund nicht einfach dritte Zähne angepasst werden. Daher ist es wichtig, die Zähne des Hundes ein Leben lang gut zu pflegen, um so Schäden an den Zähnen zu verhindern. Nicht jeder alte Hund verliert mit zunehmenden Jahren seine Zähne. Es gibt Tiere, die ein sehr hohes Alter erreichen, und keinen einzigen Zahn verlieren.

Bei anderen Hunden hingegen zeigen sich im Alter hin und wieder Wackelzähne. Das liegt aber in den meisten Fällen nicht an einem hohen Alter, sondern an verschiedenen paradontalen Erkrankungen. Dazu gehört auch Plaque.

Zahnstein führt zu Entzündungen
Durch verschiedene Mineralisierungen bilden sich im Laufe der Jahre feste Beläge, die dann als Zahnstein zu erkennen sind. Wird dieser Zahnstein nicht rechtzeitig erkannt und entfernt, kann es zu Entzündungen am Zahnfleisch kommen. Dieses bildet sich durch die Entzündung langsam zurück, wodurch der Zahn keinen ausreichenden Halt mehr hat und schließlich zu wackeln beginnt.
Der Ausgang der Speicheldrüsen, durch welche die verantwortlichen Mineralien in die Maulhöhle kommen, befinden sich überwiegend an den hinteren Backenzähnen. Daher bildet sich Zahnstein zuerst vorzugsweise an dieses Stellen.

Bei einem Blick auf die Zähne des Hundes sollten also nicht nur die vorderen Zähen kontrolliert, sondern auch die Backzähne deutlich unter die Lupe genommen werden. Ist das nicht der Fall, kann Zahnstein lange Zeit unentdeckt bleiben.

Vielen Hundehaltern fällt jedoch ein übler Mundgeruch beim Hund auf. Dieser wird jedoch nicht direkt durch den Zahnstein verursacht, da dieser geruchslos ist. Für den unangenehmen Geruch sind vielmehr Entzündungen verantwortlich, die sich durch den Zahnstein bereits gebildet hamben. 

Zahnfleischentzündung erkennen – Zahnverlust vorbeugen

Neben einem üblen Mundgeruch macht sich eine Zahnfleischentzündung beim Hund auch noch anders bemerkbar. In vielen Fällen ist das Zahnfleisch beim Hund nicht nur gerötet, sondern auch mehr oder weniger geschwollen.

Durch leichten Druck mit dem Finger kann es zur Blutung an der betroffenen Stelle kommen. Sind die Zellen der Schleimhaut einmal geschädigt, kann der Belag aufweichen und rutscht am Zahn herab in das gelockerte Zahnfleisch – es kommt zur Entzündung.

Jeder Hundehalter sollte die Zähne des Hundes mindestens alle zwei Monate kontrollieren und einmal im Jahr einen Gesundheits-Check beim Tierarzt nutzen. Während sich wenig Zahnstein oft mit einer passenden Zahncreme und guter Zahnpflege wieder entfernen lässt, müssen große Flächen durch den Tierarzt gereinigt werden. Ist das regelmäßig der Fall, kann der Hund bis ins hohe Alter sein komplettes Gebiss behalten. 

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